Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei VoltStorage

Informationstour des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zur Iron Salt Battery-Entwicklung als Eckpfeiler für die Grundlastfähigkeit erneuerbarer Energien.

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei VoltStorage

Informationstour des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zur Iron Salt Battery-Entwicklung als Eckpfeiler für die Grundlastfähigkeit erneuerbarer Energien

Im Rahmen ihrer Informationstour zu besonders innovativen Greentech-Unternehmen besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Franziska Brantner die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen VoltStorage in München.

Dr. Franziska Brantner ist Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz sowie Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Umsetzung der internationalen Initiative für mehr Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor. Vor diesem Hintergrund war es für sie besonders interessant, Einblicke in die Arbeit von VoltStorage auf dem Gebiet umweltfreundlicher Speicherlösungen für erneuerbare Energien zu erhalten. Ein ergänzendes Thema waren dabei auch die Chancen und Herausforderungen, denen sich Greentech-Startups wie VoltStorage stellen müssen. Dazu gehören Standortförderungen und Finanzierungsfragen, die Akzeptanz von Innovation und Transformation im Energiesektor allgemein sowie politische Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Marktes, der im Grunde erst noch im Entstehen ist.

Die von VoltStorage entwickelte Iron Salt Battery ist ein revolutionärer Energiespeicher und basiert auf dem Redox-Flow-Prinzip. In ihrem Einsatz als Langzeitspeicher – auch Long Duration Energy Storage (LDES) genannt – richtet sich die Lösung vor allem an Energieversorger, Netzbetreiber und große Industrieunternehmen. Sie ermöglicht es, dass Wind- und Sonnenenergie grundlastfähig und das Netz insgesamt dekarbonisiert werden. Dafür verwendet die Iron Salt Battery mit den Materialien Eisen und Salz unbedenkliche und regional verfügbare Rohstoffe. Somit ist sie bisherigen Flexibilitätslösungen wie beispielsweise Gaskraftwerke in Sachen Umweltfreundlichkeit und Lieferkettensicherheit und Wirtschaftlichkeit überlegen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Charakteristiken gilt die Technologie als potenzieller Gamechanger für die Energiewende.

Dr. Franziska Brantner zeigt sich von der Arbeit von VoltStorage beeindruckt: „Ein junges, aber sehr erfahrenes und hochmotiviertes Team verfolgt das Ziel, grüne Speicher für grüne Energie zu entwickeln – ganz ohne kritische Materialien. Das birgt enormes Potential, vor allem, wenn es um langfristige Rohstoffverfügbarkeit und Versorgungssicherheit geht. Dass die ca. 70 Mitarbeitenden dabei aus fast 20 Ländern stammen und teilweise extra nach Deutschland gekommen sind, ist ein Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unserer Startup-Szene, vor allem im Greentech-Bereich. Wir setzen uns dafür ein, diese Innovationskraft zu erhalten und zu stärken.“

Jakob Bitner, Co-Founder und CEO von VoltStorage: “Unsere Erfahrung ist, dass internationale Energieanbieter und Unternehmen aufgeschlossener und progressiver an neue Technologien und Innovationen herangehen als vergleichbare Unternehmen in Deutschland. Wenn die Energiewende als globale Aufgabe gelingen soll, müssen aber alle an einem Strang ziehen. Die Innovationskraft junger Unternehmen ist ein hohes Gut, den es zu erhalten gilt. Nicht nur wir, sondern auch unsere möglichen Partner und Kunden begrüßen es daher, wenn die Politik einen verlässlichen Rahmen schafft, der Regeln für ein Marktdesign mit Investitions- und Wachstumsimpulsen gibt.“

VoltStorage wurde 2016 gegründet und hat fast zehn Jahre Erfahrung im Bereich der umweltfreundlichen Redox-Flow-Speichertechnologie. Anfang dieses Jahres hat das Unternehmen seine Entwicklungsarbeit an der Iron Salt Battery mit dem Einzug an einen neuen Standort mit größeren Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten weiter intensiviert. Ziel ist es, bis Ende 2025 in Zusammenarbeit mit Partnern Pilotanlagen zu definieren. Erste Kooperationen, bei denen es um konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen in der Energieversorgung größerer Industrieanlagen im Mittleren Osten geht, waren bereits Anfang dieses Jahres vereinbart worden.

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